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Redaktion apotheken.de » Männerkrankheiten
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Kürbis als Prostatamittel unwirksam


Männer sollten bei Beschwerden zum Arzt gehen


Mit zunehmendem Alter vergrößert sich bei Männern die Prostata. Das engt die Harnröhre ein, was vielen Probleme beim Wasserlassen bereitet. Anstatt zum Arzt zu gehen, greifen betroffene Männer oft zu rezeptfreien Mitteln wie Kürbiskernextrakten. Diese lassen die Prostata aber nicht effektiv abschwellen. Darauf macht Wolfgang Bühmann vom Berufsverband Deutscher Urologen aufmerksam.

Kürbisextrakte bringen keine Vorteile

Die Werbung lässt viele glauben, dass Kürbiskern­präparate einen abschwellenden Effekt auf die Prostata haben. Dieses Versprechen erfüllen die Mittel allerdings nicht. Um einen Effekt zu erzielen, müsste ein erwachsener Mann gut 1,5 Kilogramm Kürbiskerne pro Tag essen, erläutert Bühmann. Männer sollten deshalb nicht lange zögern und den Arzt aufsuchen, sobald sie Probleme und Schmerzen beim Wasserlassen haben. Dieser kann die genaue Ursache klären und mit den passenden Medikamenten die Beschwerden lindern oder das weitere Anschwellen sogar stoppen.

Geschlechtsverkehr statt Nahrungsergänzung

Auch Brennnessel-, Sägepalme- oder Vitamin-B6-Präparate könnten gegen eine vergrößerte Prostata nichts ausrichten, sagt Bühmann. Es gebe einfach keinen wissenschaftlichen Beleg für den Nutzen dieser rezeptfreien Medikamente. Eine therapeutische Prostatamassage helfe ebenfalls nur kurzfristig: „Durch den Druck auf die Drüse wird Flüssigkeit abgegeben, die Prostata wird etwas kleiner“, erklärt Bühmann. Dieses Resultat erreiche man aber auch durch Geschlechtsverkehr.

Selbsthilfe bei Prostatabeschwerden

  • Vermeiden Sie langes Sitzen. Stehen Sie bei sitzenden Tätigkeiten immer mal wieder auf und gehen Sie einige Minuten auf und ab.
  • Tragen Sie bequeme und locker sitzende Unterwäsche.
  • Unterdrücken Sie nicht den Harndrang. Je häufiger Sie die Blase entleeren, umso geringer ist die Gefahr, dass die Blase überfüllt und überdehnt wird.
  • Sorgen Sie für regelmäßigen Stuhlgang, damit kein zusätzlicher Druck auf Blase und Harnwege entsteht.

30.06.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek (dapd)


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